Fatigue – Ursachen, Symptome, Behandlung. Nicht nur MS Kranke können betroffen sein.
Die Fatigue zeigt sich durch Erschöpfung. Und die sonst üblichen
Gegenmaßnahmen dieser Erschöpfung nutzen meist nichts.
Nur ausgiebiger Schlaf führt hier nicht dazu, wieder fit zu werden. Der
Energiemangel besteht trotzdem. Es fällt schwer, normale Dinge des Alltags
auszuüben, wie Haushalt, Sport oder selbst Unterhaltungen.
Ursachen für Fatigue
Meist sind andere Erkrankungen für die Fatigue schuld. So auch die MS.
Die meisten MS-Kranken leiden an Fatigue. Da nutzt es übrigens nichts,
wenn man "super tolle Ratschläge" gibt wie "Du musst Abends früher ins
Bett".
Meist bleibt eine Fatigue für immer bestehen. Man ist einfach nicht mehr
so belastbar, wie es mal war. Wenn du von Fatigue betroffen bist, musst du
dein Leben daran anpassen. Dann ist es halt nicht mehr möglich, dass du
die ganze Nacht feiern gehst und dich morgens auf dem Weg zur Arbeit
machst. Du musst also Prioritäten setzen.
Du musst dein Leben nach der Fatigue ausrichten. Dir Erholungsphasen
gönnen. Du kannst deinen Aufgaben auch bei leichter Anstrengung erledigen,
und damit die Leistungsfähigkeit wieder leicht steigern. Aber du darfst
deinen Körper dabei nicht überfordern. Man sieht Betroffenen nicht an,
dass sie Fatigue haben. Das kann konkret nur ein Arzt
feststellen.
Aber das Umfeld denkt dann oft, die Person stellt sich nur an. Und das
ist sehr kontraproduktiv. So wie man MS anfangs nicht sieht.
CFS
Wenn die Fatigue nicht nach einer Erkrankung kommt, nennt man es
Chronisches Fatigue-Syndrom (CFS). Hier können zusätzlich noch Muskel-,
Hals-, und/oder Kopfschmerzen zur Erschöpfung kommen. Es schränkt die
Qualität des gewohnten Lebens stark ein.
Corona
Fatigue kann auch nach einer Corona-Infektion auftreten. Bei den meisten
Betroffenen schwellen die Symptome nach einigen Monaten ab. Es gibt
Kliniken, die Betroffenen nach einer Covid-Infektion mit anschließender
Fatigue eine Sprechstunde eingerichtet haben.
Ich empfehle dir, dich im Internet für deinen Wohnort zu erkundigen. Du
kannst auch in den Kliniken nachfragen. Sie sind alle per Mail erreichbar.
Die Berliner Charité ist z.B. so eine Klinik. Vielleicht können die dir
auch eine sinnvolle Auskunft geben, ob es sowas in deinem Wohnort
gibt.
Was mache ich gegen Fatigute?
Gegen Fatigue, die chronische Erschöpfung, gibt es keine Heilung, aber im
Jahr 2026 setzen manche Fachleute auf ein multidimensionales
Management, was aus Pacing, Nährstoffoptimierung und Bewegung besteht.
1. Was ist Pacing?
Pacing ist eine Energiemanagement-Strategie, was Überlastungen vermeiden
soll. Dabei planst du deine Aktivitäten so, dass sie deine individuellen
Genzen an Energie nicht überschreiten. Die vorhandene Energie wird zu
gleichen Teilen auf geistige, emotionale, körperliche und soziale
Tätigkeiten verteilt. So soll eine Verschlechterung der Symptome verhindert
werden, damit der Kreislauf nicht irgendwann überlastet wird.
2. Gezielte Bewegung und Therapie
Auch wenn das Ausruhen wichtig ist, zeigt die Forschung doch,
dass völlige Inaktivität die Fatigue oft verschlimmert.
Achtsame Bewegung: Sanftes Ausdauertraining wie Soft-Walking, Yoga oder Tai Chi wird empfohlen, damit der Keislauf sich stabilisieren
kann, ohne den Körper zu überfordern.
Sport als Therapie: Bei spezifischen Ursachen wie Krebs oder MS sind tägliche leichte
Ausdauereinheiten und zweimal wöchentlich Krafttraining ein Teil der
medizinischen Leitlinien.
Psychologische Unterstützung: Die kognitive Verhaltenstherapie kann dabei helfen, Strategien zur Krankheitsbewältigung für sich zu
entwickeln und den psychischen Stress zu mindern.
3. Ernährung und Vitalstoffe
Ein Mangel von bestimmten Nährstoffen kann die Erschöpfung verstärken.
- Nährstoffmängel prüfen: Lasse deine Blutwerte für Vitamin B12, Folsäure, Eisen und Magnesium untersuchen. Also lasse in Absprache mit deinem Arzt ein entsprechendes Blutbild machen.
- Gezielte Supplementierung: Unter ärztlicher Aufsicht können Wirkstoffe wie Coenzym Q10, NADH oder D-Ribose zur Verbesserung des Energiestoffwechsels beitragen.
- 4. Die medizinische Abklärung
- Fatigue ist oft ein Symptom einer Grunderkrankung (z. B. Anämie, Rheuma, Infektfolgen), darum sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden.
- Diagnostik: Hausärzte oder spezialisierte Fachärzte können die Diagnose nach ICD-10 (G93.3) stellen.
- Spezialkliniken: In schweren Fällen bieten spezialisierte Reha-Zentren (z. B. in Jena oder Bamberg) spezielle Programme an.
- Fazit:
- Fatigue kann eine Folge einer anderen Krankheit sein. Dies ist keine "Faulheit" oder "Lustlosigkeit". Wer das nicht versteht, hat in deiner Umgebung nichts mehr zu suchen. Da musst du konsequent sein. Denn "schlaue" Sprüche machen dich nur noch mehr krank.
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